4. Januar 2019

Panda und ich hätten heute eigentlich zusammen frei gehabt.
Mit Betonung auf „hätten“…
Vorhin hat seine Chefin angerufen, weil sie jemanden für den Spätdienst braucht. Sie hörte sich  richtig erschrocken an, als ich ans Telefon ging. Sie dachte, sie hätte mich geweckt. Aber es war Panda, der noch schlief.
So hat Panda nun also Spätdienst. Ich bin froh, dass er trotzdem am Wochenende Frühdienst macht. Zum einen, weil ich Frühdienst ja wirklich hasse. Dass wir beide arbeiten, hilft da wirklich: ich muss morgens nicht alleine raus. Das ist für mich nämlich immer am schlimmsten. Zum anderen haben wir tatsächlich für ganze vier Tage die gleichen Dienste geplant bekommen. Ich hoffe so sehr, dass sich das nicht noch ändert.

So, inzwischen hat auch mein Bereich angerufen. Allerdings nicht, um mich für heute in den Dienst zu bitten, sondern um zu fragen, ob ich morgen nicht lieber Spätdienst machen möchte. Normalerweise hätte ich sofort ja gesagt. Aber auch Panda freut sich auf die gemeinsamen Dienste

Auch diesen Tag habe ich weitgehend verschlafen. Das ist auch weiter nicht schlimm; man muss ja schon sehr diszipliniert sein, um nach fünf Nachtdiensten innerhalb eines Tages wieder in den normalen Tag-Nacht-Rhythmus zurück zu finden. Den meisten Leute, die das „können“, bleibt meist gar nichts weiter übrig, weil ihr Alltagsleben nicht eben mal in den Warte-Modus geht: da sind Kinder und Ehepartner, Haushalt und all die Verpflichtungen und Dinge, die eben erledigt werden müssen. Solche Leute beginnen auch die Tage schon früh um sieben, an denen sie Spätdienst haben und bis zehn Uhr abends arbeiten müssen – und sind dann todmüde.
Mir sagt man immer mal wieder, dass nicht gesund sei, was ich mache: tagsüber schlafen und nachts wach sein. Gerade von der Arbeit her kennen viele einen solchen Schlaf-Wach-Rhythmus nur als krankhafte Störung. So etwas kann aber eben auch ganz normal sein. Bei mir zum Beispiel; ich bin eine geborene Eule. Mich hat man als Kind tagsüber wach gehalten, um zu erreichen, dass ich nachts schlafe. Wirklich gut hat das aber nicht funktioniert. So richtig gut schlafe ich nämlich nur am Tag. Und ja, so richtig wach bin ich nur nachts.
Mein Problem ist allerdings, dass ich dazu neige, die Nachtstunden als „Extra-Zeit“ zu betrachten. Dabei hat mein Tag auch nur 24 Stunden, die ich mir einteilen muss wie jeder andere. Darin bin ich leider nicht besonders gut. Aber ich arbeite daran…

Noch irgendwas? Oh, ja… es hat anscheinend den Tag über viel geschneit. Der Blick aus dem Fenster zeigt ein nächtliches Winterwonderland…